Likusta - environmental solutions

Trinkwasseraufbereitung

„Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann durch andere Stoffe nicht ersetzt werden.“ - DIN 2000 Zentrale Trinkwasserversorgung

Im Wasserwerk wird Rohwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Das Verfahren wird im Folgenden in seinem typischen Ablauf dargestellt.

Entsäuerung

Ein erster Schritt zur Reinigung von Rohwasser ist dessen Belüftung. In einer Belüftungsanlage (auch: Luftbegasungsanlage) wird das Rohwasser zunächst mit Sauerstoff angereichert, bevor es für die nachfolgenden Reinigungsschritte weitergeleitet wird. Likusta bietet zwei bewährte Anlagetypen zur Luftbegasung an:

  • Flachbettbelüfter

  • Desorptionsanlagen

In einem Flachbettbelüfter wird Luft angesaugt und durch die porösen Zylinder der Belüftungskerzen in das Rohwasser eingeblasen. CO₂ löst sich in dem durch die ausperlende Luft bewegten Wasser und entweicht. Die Einstellung des lokalen Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts trägt wesentlich zur Schonung von Anlagen und Infrastruktur bei.

Die Entsäuerung zur Trinkwasseraufbereitung lässt sich ebenso mit Hilfe einer Desorptionsanlage durchführen. Hierbei wird das Rohwasser im oberen Teil der Kolonne auf Füllkörper verrieselt. Die Füllkörperbestückung dient der Vergrößerung der Stoffaustauschfläche. Im Gegenstrom wird Luft eingeblasen und das Kohlendioxid ausgetrieben.

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Desorptionsanlage zur Trinkwasseraufbereitung
Aktivkohlefilter mit Likucarb activ

Filtration

Eisen- und Mangan-Ionen werden durch die vorangehende Luftbegasung als braune Flocken ausgefällt (Enteisenung und Entmanganung). Diese Trübstoffe werden nun in Filteranlagen zurückgehalten. Likusta konzipiert und fertigt die hierzu eingesetzten Filteranlagen:

  • Sand- oder Kies-Filteranlagen

  • Aktivkohlefilter mit Likucarb activ

Nach dem Filterprinzip „vom Groben zum Feinen“ fließt das Wasser zunächst durch Kies- und Quarzsandfilter, die mit mineralischem Material immer feiner werdender Körnung gefüllt sind. Dabei werden gröbere suspendierte Schwebstoffe entfernt. Oberflächennahe Grundwässer können erhöhte Mengen organischer Verunreinigungen enthalten, so dass eine zusätzliche Reinigung erforderlich wird. Hier wird bei der Belüftung Ozon als Oxidationsmittel eingesetzt.

Gelöste organische und anorganische Substanzen werden dann durch einen Aktivkohlefilter adsorbiert, so dass dem Wasser unerwünschte Farb-, Geruchs- oder Geschmacksstoffe entzogen werden. Die Aktivkohle lädt sich mit den unerwünschten Wasserinhaltsstoffen auf und wird in regelmäßigen Abständen ausgetauscht oder regeneriert. Ein Service, bei dem Likusta Sie gern unterstützt. Unser speziell behandeltes Likucarb activ ist wasserregenerierbar, d.h. Likucarb activ muss zur Regeneration nicht entnommen werden und kann bis zu 5 Mal verwendet werden.

Die Sand- oder Kies-Filteranlage lässt sich mit dem Aktivkohlefilter bzw. einer Aktivkohleschicht in einer Anlage bündeln.

Denitrifikation

Durch die intensive Landwirtschaft werden große Mengen von Düngemitteln in das Grundwasser eingetragen und haben in den vergangenen Jahrzehnten zu einer ständig gestiegenen Nitratbelastung geführt. Likusta unterstützt die Trinkwasserindustrie mit zuverlässiger Dosiertechnik. Kohlenstoffsubstrate wie Essigsäure oder Alkohole werden in das Abwasser dosiert, um die Stoffwechselaktivität der zur Denitrifikation eingesetzten Mikroorganismen optimal sicherzustellen.

Die exakte Zugabe von Kohlenstoffen mit Likusta-Dosieranlagen ist für die Aufrechterhaltung der Denitrifikation entscheidend: Zu hohe Dosierung erhöhen die Prozesskosten und bewirken, dass bei der Oxidation nicht alle Nährstoffe verbraucht werden, zu niedrige Dosen verlangsamen den Abbau. Mit einer laufenden Nitrat-Online-Messung ist eine automatische Nährstoffdosierung möglich, so dass behördlich vorgegebene Nitrat-Grenzwerte stets eingehalten werden können.

Mögliche Kohlenstoffquellen sind:

  • Acetat

  • Essigsäure

  • Acetol

  • Acetyl

  • Carbodon

  • Ethanol

  • Ethylenglykol

  • Glukose

  • Glycotat

  • Methan

Nitratbelastung durch Düngemittel im Grundwasser
Strip-Desorptionsanlage zur Nach-Entsäuerung

Nach-Entsäuerung

Die Nach-Entsäuerung ist die letzte wesentliche Stufe der Trinkwasseraufbereitung. Hierbei wird die Kohlenstoffdioxid-Konzentration im Wasser gesenkt.

Freies CO₂ ist eine Korrosionsquelle in natürlichen Wässern. Das Trinkwasser wird nun für die jeweiligen lokalen Gegebenheiten auf ein nicht aggressiv wirkendes Niveau eingestellt. In der Trinkwasserverordnung von 2011 sind die entsprechenden Grenzwerte vorgegeben:

  • pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5

  • Calcitlösekapazität kleiner als 5 g/m³; diese Forderung ist ab einen pH-Wert von 7,7 erfüllt

Likusta Flachbettbelüfter und Strip- und Desorptionsanlagen (auch: Stripanlagen, Kolonnen oder Riesler) sind die bewährte Lösung. Die eingeblasene Luft treibt überschüssiges Kohlendioxid aus und führt so zu einem Anstieg des pH-Wertes.

Likusta verfügt über die Kompetenz in der Auslegung und Fertigung von Anlagenbestandteilen sowie der erforderlichen Steuerungstechnik. Ihr Likusta-Projektmanager sorgt für eine verzögerungsfreie Projektabwicklung und steht Ihnen während des gesamten Projektes – und gern darüber hinaus - als Berater zur Seite. Er sorgt für eine unkomplizierte Abstimmung und klärt mit Ihnen Ihre individuellen Anforderungen.

Interessiert? Mit mehreren 1.000 erfolgreich abgewickelten Anlagenprojekten verfügt Likusta Umwelttechnik GmbH über weltweite Referenzen in der Sanierung, Modernisierung und Erweiterung von Anlagen zur Trinkwasserreinigung.

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